"Systemisch"...

... ist ein Begriff, der in den letzten Jahren hoch im Kurs steht, mitunter als als modische Worthülse für 'alten Wein in neuen Schläuchen' abgetan wird, und wozu sich eine ganze Bibliothek an Fachbüchern sammeln lässt.

Im Kern geht es im systemischen Grundverständnis um Folgendes:

  • Der Mensch und alle Zusammenhänge, in denen er wirkt, sind vielschichtig. Jede/r ist als ein Knotenpunkt in einem Netz von Beziehungen eingeknüpft; wie bei einem Mobile hat jede Veränderung an zahlreichen Stellen Auswirkungen.
  • Deshalb sind linear-kausale Erklärungen für Ursachen und Wirkung in der Regel wenig nützlich. Es geht bei der Lösung von Schwierigkeiten nicht um "Schuldige", sondern um die Beteiligten und die Wechselwirkungen ihres Verhaltens.
  • Jedes Verhalten macht Sinn - wenn man den Kontext kennt. Die Überlegung, welche guten Absichten damit verfolgt werden, hat oft öffende Wirkung.
  • Okjektivität ist eine Illusion. Jede Betrachtung geht von der Welt des Betrachters aus. Deshalb ist es so nützlich, verschiedene Blickwinkel und Perspektiven einzubeziehen, um gute Lösungen zu erreichen. Die kleine Geschichte vom Elefanten ist ein schönes Beispiel dafür.

Die beiden großen Dachverbände sind
DGSF - Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie und Famlientherapie
Systemische Gesellschaft - Deutscher Verband für systemische Forschung, Therapie, Supervison und Beratung e.V.
Im Online-Journal systemmagazin können Sie schmökernd auf Entdeckungsreise gehen.