Transaktionsanalyse: Die Ich - Zustände

Wenn Sie Ihr eigenes Fühlen und Erleben beobachten, werden Sie feststellen, dass dieses Fühlen und Erleben nicht immer dem entspricht, was Sie von einem sogenannt "erwachsenen" Menschen erwarten. Sie werden vielleicht feststellen, dass Sie sich manchmal genau so fühlen, wie Sie sich in bestimmten Situationen als Kind gefühlt hatten. Und in anderen Situationen werden Sie feststellen, dass Sie in einer Art und Weise reagieren, die Sie an Reaktionen Ihrer Eltern erinnern. Es gibt drei verschiedene Weisen von Denken, Fühlen und Verhalten, die in der Transaktionsanalyse als "Ich-Zustände" bezeichnet werden:

Eltern-Ich-Zustand:
Von den Eltern oder anderen frühen Bezugspersonen übernommenes Denken, Fühlen und Verhalten. Wenn ich mich im Eltern-Ich-Zustand befinde, bedeutet dies: ich denke, fühle und verhalte mich in der Art und Weise, wie ich dies von meinen Eltern oder anderen Elternfiguren übernommen habe. Das beinhaltet strenge Normen und Forderungen ebenso wie fürsorgliche Übernahme von Verantwortung für andere.

Erwachsenen-Ich-Zustand:
Denken, Fühlen und Verhalten, das unmittelbar auf die gegenwärtige Situation, das Hier und Jetzt, reagiert. Wenn ich mich im Erwachsenen-Ich-Zustand befinde, bedeutet dies: Ich denke, fühle und verhalte mich in einer Art und Weise, die unmittelbar auf die gegenwärtige Situation reagiert. Dabei schaffe ich einen Ausgleich zwischen den Impulsen aus meinem Eltern- und Ich- Zustand, um bewusst in meinen Augen vernünftige Entscheidungen zu treffen.

Kind-Ich-Zustand:
Aus der Kindheit stammendes Denken, Fühlen und Verhalten, das sich in der gegenwärtigen Situation wieder aktiviert. Wenn ich mich im Kind-Ich-Zustand befinde, bedeutet dies: Ich denke, fühle und verhalte mich so wie ich es als Kind getan habe. Das umfasst spontanes, lustvolles Verhalten ebenso wie aufmüpfiges, störrisches oder unterwürfiges Handeln, denken und Empfinden.